Pinguine

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... komische Vögel

Pinguine schwimmen im Wasser oder laufen an Land. Aber was sie überhaupt nicht machen ist fliegen. Und diese Tiere sollen Vögel sein? Ja, das sind sie tatsächlich. Denn Vögel erkennt man nicht einzig und allein daran, dass sie fliegen können. Der große Vogel Strauß aus Afrika kann z.B. auch nicht fliegen, weil er dafür viel zu schwer ist. Aber trotzdem erkennt man, dass er ein Vogel ist. Und woran? Zum Einen an seinem Schnabel, ein typisches Merkmal für Vögel. Und Pinguine haben auch einen Schnabel im Gesicht, das kann man deutlich erkennen. Ein weiteres Merkmal für Vögel ist, dass sie Federn haben. Aber bei Pinguinen erkennt man das nicht gleich auf den ersten Blick. Das liegt daran, dass sie viele kleine Federn besitzen, die nicht größer als ein Fingernagel sind. Wenn man jetzt noch überlegt, woher bei den Vögeln die Kinder kommen, nämlich aus Eiern, hat man noch ein weiteres Merkmal, woran man erkennen kann, dass Pinguine tatsächlich Vögel sind. Pinguine legen auch Eier, unsere Pinguine hier im Zoo legen ihre Eier am liebsten in Höhlen, weshalb man auf der Pinguin-Anlage auch zahlreiche Höhlen finden kann. Das Brüten übernehmen beide Geschlechter abwechselnd, Pinguine sind nämlich ein Leben lang miteinander verheiratet.
Humboldt-Pinguine, so heißen die Pinguine hier im Zoo Dortmund, sind wie alle Pinguine gut an das Leben im Wasser angepasst. Das ist sehr wichtig, denn die Nahrung der Pinguine besteht hauptsächlich aus Fischen. Humboldt-Pinguine sind relativ klein, sie sind nur knapp einen halben Meter (50cm) groß und wiegen 4 bis 5 kg. Sie können ein Alter von bis zu 10 Jahren erreichen. Männchen und Weibchen sind, wie bei allen Pinguin-Arten, nur schwer zu unterscheiden, Männchen sind in der Regel ein bisschen größer als die Weibchen.

Wo leben Pinguine eigentlich?

Viele Leute denken, Pinguine leben am Südpol (in der Antarktis) im ewigen Eis. Das stimmt auch, aber nicht für alle Pinguine, es gibt nämlich viele verschiedene Arten von Pinguinen. Am Südpol leben nur die größten Pinguine, die Kaiserpinguine. Unsere Humboldt-Pinguine hier im Zoo leben in freier Wildbahn in Südamerika, genauer gesagt an der Küste von Peru und Chile. Und dort gibt es überhaupt kein Eis und es ist auch nicht wirklich kalt, außer im Wasser. Denn der Humboldt-Strom, der aus der Antarktis kommt und an den Küsten von Peru und Chile vorbeifließt ist sehr kalt. Deshalb gehen Humboldt-Pinguine auch immer nur sehr kurz in das kalte Wasser, um dort zu jagen, gehen aber auch schnell wieder an Land, um sich dort in der Sonne aufzuwärmen. Sie sind die Kälte einfach nicht so gewöhnt wie z.B. die Kaiserpinguine. Deshalb kann es auch manchmal vorkommen, dass unsere Pinguine im Zoo im Winter nicht draußen auf der Anlage bleiben können, sondern in ein beheiztes Haus gebracht werden müssen, weil sie sonst draußen erfrieren würden.
Die kleinste Pinguinart, der Zwergpinguin, lebt in Neuseeland. Wichtig ist, dass alle Pinguinarten südlich des Äquators leben. Pinguine kommen also nie am Nordpol (in der Arktis) vor, weshalb ein Eisbär auch nie einen Pinguin fressen kann.

Tragen Pinguine tatsächlich einen Frack?

Das Gefieder der Pinguine erinnert schon irgendwie an einen Frack, man könnte also denken, Pinguine sind so angezogen wie ein Buttler. Das sind sie natürlich nicht. Das ihr Gefieder am Rücken schwarz und am Bauch weiß gefärbt ist, hat schon seinen Grund: es dient der Tarnung. Wenn man sich vorstellt, wie Pinguine im Wasser schwimmen, nämlich mit dem Bauch nach unten und dem Rücken nach oben, kann man sich die Tarnung auch gut erklären. Von unten ist der weiße Bauch gegen den hellen Himmel kaum zu sehen, was die Pinguine vor Raubfischen oder Robben schützt. Von oben ist der schwarze Rücken gegen den dunklen Meeresgrund schlecht zu erkennen, was es Raubvögeln schwer macht, Pinguine zu fangen und zu fressen. So sind Pinguine gut gegen ihre Feinde im Wasser und auch aus der Luft geschützt.